Personalleiter/innen spielen Lego - Und das soll Arbeit 4.0 sein?

Stefan Birk

 

Am 14.11. 2017 haben sich in der Universität Rostock merkwürdige Szenen abgespielt. Erfahrene Personalverantwortliche knien auf dem Boden und spielen Lego. Andere basteln eine Collage aus Zahnbürsten, Federn und Papierschnipseln zusammen. Es wird gelacht und diskutiert. Kurz: es herrscht eine lockere, ja ausgelassene Stimmung, die so gar nichts mit unserem Bild ernsthafter Arbeit zu hat. Und dennoch: Hier wird sehr kreativ gearbeitet und interessante Ideen werden wie am Fließband produziert.

 

 

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Nichts geht ohne Vertrauen!

Andreas Schiel, arbeit:morgen

Jan Vitera, Universität Greifswald

Stefan Birk

 

Es werden Daten ohne Ende gesammelt und jede Ecke des Unternehmens mittels Informationssystemen ausgeleuchtet. Nie war es für das Management so einfach, alles in Echtzeit über das laufende Geschäft zu erfahren. Und nie war es so einfach, mit jedem in der Organisation direkt zu kommunizieren. Aber bedeutet dies, dass nur noch Kontrolle zählt? Heisst das wirklich, dass Unternehmensführung zu einer "Rechenaufgabe" wird? In einem Arbeitspapier haben wir daran so unsere Zweifel ...

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Gedanken zur Arbeitskultur (Folge 1)

Stefan Birk

 

Arbeitskultur - was für ein schillernder Begriff! Das ist kurz gesagt die Quintessenz, die sich nach einer Recherche ergibt. Soll man es aber damit bewenden lassen? Wir meinen nein, und zwar aus einem Grund, der auf der Hand liegt: die "Arbeitskultur" taucht immer häufiger in den Debatten rund um die "Arbeit der Zukunft" auf. Anlass genug, um diesem Thema etwas auf den Grund zu gehen.

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Unser Rat: "Kommt in Bewegung!"

Veronika Schubring

Teresa Trabert

(Interview : Stefan Birk)

 

Welche Fähigkeiten und Eigenschaften muss der Wissensarbeiter der Zukunft haben? Diese Frage haben wir inzwischen einer ganzen Reihe von unterschiedlichsten Experten und Unternehmenspraktikern gestellt. Im folgenden Interview haben wir zwei Frauen befragt, die sich in vielfältigen innovativen Projekten u.a. der Kreativwirtschaft in MV verdient gemacht haben. 

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10 Tools für Virtuelle Teams

Patrick Vestner

 

Im Oktober 2015 hat das ifaz verschiedene Online-Lösungen - sogenannte „Collaboration Tools“ – untersucht (zum Bericht), welche die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Teammitgliedern an unterschiedlichen Standorten vereinfacht. Zum damaligen Zeitpunkt wurde in der eingehenden Analyse der verschiedenen Tools insbesondere auf optimale Projektübersicht, intuitive Nutzung und einfache Kommunikation fokussiert. Diese Untersuchung wurde nun erweitert und aktualisiert.

 

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Virtuose Führung virtueller Teams

Patrick Vestner

 

 

Viele Manager fokussieren auf technische Lösungen, um Virtuelle Teams im Unternehmen zu etablieren. Dabei wird jedoch schnell vergessen, dass die Qualität virtueller Teams ganz wesentlich von den klassischen interpersonellen und organisatorischen Fähigkeiten des Managements abhängt. Wie man virtuelle Teams richtig angeht, berichtet unser Schweizer Gastautor Patrick Vestner, langjähriger Sales und Marketing Manager in einem internationalen Gesundheitsunternehmen. Zur Zeit ist Patrick Vestner im Bereich Change Management tätig.

 

 

 

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Interview mit Chris Batke: Mitarbeiter auf der "Expedition Sinn"

Chris Batke

Interviewfragen: Stefan Birk

 

Chris Batke will die Zukunft der Arbeit schon heute leben. Aus diesem Grund hat er seine Karriere in der hierarchischen Welt der Großunternehmen aufgegeben und sich entschieden selbst kleine Praxisforschungslabore zu gründen, wie beispielsweise die „Expedition Sinn“ (www.expedition-sinn.de). Dort versammeln sich Gleichgesinnte, um Prinzipien aus der Zukunft der Arbeit im Selbstversuch zu testen. Wir haben Chris Batke gefragt, was denn seiner Ansicht nach die Fähigkeiten der Zukunft sind.

 

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Innovatives für den Arbeitsort

Stefan Birk

 

Viel hört und liest man über innovative Büros für die Arbeit der Zukunft. Wenn man aber genauer hinschaut, sind das oft herkömmliche Konzepte, die lediglich durch sehr aussergewöhnliche Möbel auffallen. Aber was bei der Messe Orgatec (25. - 29.10. 2016 in Köln) in Sonderausstellungen gezeigt wird, ist wahrlich innovativ. Nicht immer kann man gleich erkennen, welchen Nutzen das für die Kreativität und Effektivität der Mitarbeiter haben könnte. Aber hier sind dann natürlich Leute gefragt, die die Arbeitswirklichkeit und die Bedarfe des "kreativen Wissensarbeiters" gut kennen. Man darf gespannt sein, was sich da noch in Zukunft tut. Hier einige anregende Beispiele.

 

 

 

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Warum mich Work-Life-Balance verwirrt ...

Stefan Birk

 

Wenn man über Work-Life-Balance spricht, hat man den Eindruck, es sei schon alles gesagt. Das Thema hat es in die Boulevardpresse geschafft, alle glauben daran und damit ist also eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Ich scheine der Einzige zu sein, der noch verwirrt zurückbleibt. Warum? Lesen Sie selbst.

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Familienfreundlichkeit und Wachstum (Interviewauszüge)

Stefan Birk

(Interview durch Silke Güttler, berufundfamilie Service)

 

 

Da wir in der Praxis immer wieder Unternehmen begegnen, die den Einstieg in die neue Arbeitswelt durch Massnahmen zur Familienfreundlichkeit beginnen, veröffentlichen wir ein Interview zum Thema Familienfreundlichkeit in Unternehmen in Auszügen.

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Arbeitsfilme für Enthusiasten

Stefan Birk

 

 

Nach Ihrem langen Arbeitstag haben Sie immer noch nicht genug davon, sich mit Arbeit zu beschäftigen? Dann haben wir was für Sie: 7 Filmtipps für Enthusiasten der Arbeit. Bei unseren Empfehlungen handelt es sich natürlich nicht nur um Dokumentationen. Wir finden, manche Absurditäten der modernen Arbeitswelt werden verpackt in einer Geschichte noch viel wirkungsvoller demaskiert.

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Nicht reden, Machen!

Stefan Birk

 

„Wir bringen Leben in die Arbeitswelt!“ – das ist das Motto des gemeinnützigen Vereins Gleis 7 e.V. in Rostock. Und das meinen die Mitglieder des Vereins auch tatsächlich ernst. Wer mit den Mitgliedern von Gleis 7 e.V. spricht, trifft hoch motivierte Menschen, die Spaß bei ihrer Arbeit haben und ausreichend Zeit und Kraft für ein erfülltes Leben drum herum.

 

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Interview: BRIGITTE FRAUENKNECHT ZUR MITARBEITER- UND FÜHRUNGSKRÄFTE- ENTWICKLUNG DER ZUKUNFT

Brigitte Frauenknecht

Interviewfragen: Marc Nelsen

 

Vor ein paar Tagen hatte das ifaz die Chance, mit Personalleiterin Brigitte Frauenknecht von der Firma Pfleiderer Holzwerkstoffe zu sprechen. Frau Frauenknecht bekleidet seit über zehn Jahren Führungspositionen im Personalbereich des mittelständischen Unternehmens aus Neumarkt i.d. Oberpfalz.  Pfleiderer ist ein reiner Holzwerkstoffhersteller, der sich durch die Herstellung aus nachwachsenden Rohstoffen und Holz aus zertifizierter Waldbewirtschaftung besonders der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlt. Zu Nachhaltigkeit gehört bei Pfleiderer auch die Arbeit der Zukunft, mit der sich Frau Frauenknecht seit einigen Jahren aktiv beschäftigt und bereits wichtige Aspekte in der Personalentwicklung umgesetzt hat.

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Gastbeitrag: Wissensträger sind die Fachkräfte der Zukunft

Ing. Mag. (FH) Guntram Meusburger

Geschäftsführer, Meusburger Georg GmbH & Co KG

 

 

Immer mehr Unternehmen lernen selbstständige, begeisterungsfähige Mitarbeiter zu schätzen, die ihr Wissen und ihre Expertise einbringen wollen. Eine Entwicklung die ich mit Wohlwollen beobachte, denn bei Meusburger haben wir bereits vor über 20 Jahren den Wert um das Wissen und die Expertise unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erkannt, und nutzen diese wichtige Ressource seitdem intensiv.

 

    

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Interview mit Andreas Schiel:  "Wichtig ist die Fähigkeit zu vertrauen"

Andreas Schiel

(Interview durch Stefan Birk)

 

Er ist der Kopf hinter dem Blog arbeit:morgen. Studierte Philosophie, Psychologie, Politikwissenschaft und Theologie. Promovierte über Liebe, Kommunikation und Ethik und hat seitdem eine Schwäche für systemische Ansätze. Arbeitete als Dozent und Lehrer in verschiedensten Bereichen des Bildungswesens. Konzipierte und moderierte Workshops und Diskussionen. Gründete Kommunikative Demokratie e.V. und einen No-Budget-Think-Tank zur Zukunft der Demokratie, bevor er Zeit für die Zukunft der Arbeit fand.

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Trojanische Pferde und Frühstücksdirektoren

Stefan Birk

 

Es ist ein Schock für viele Führungskräfte: Es ist Mittwoch später Vormittag und keiner der Untergebenen ist da. Zum Führen fehlen die Mitarbeiter und an Meetings ist auch nicht zu denken. Es kommt zum Äußersten: man muss inhaltlich arbeiten! Ein Szenario, das einen als hartgesottenen Manager schon nervös machen kann.

 

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Lars Vollmer: "Zurück an die Arbeit!" (Eine Buchbesprechung)

Stefan Birk

 

Anders als üblich wird es in der heutigen Buchbesprechung mal persönlich. Damit soll nicht etwa der lockere und eingängige Stil von Lars Vollmer imitiert werden. Nein, der Grund liegt darin, dass ich wirklich schmerzlich beleidigt bin. 

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Interview: Lars Vollmer zu den Fähigkeiten der Zukunft

Lars Vollmer

Interviewfragen: Stefan Birk

 

Lars Vollmer, promovierter Ingenieur und Honorarprofessor, ist Unternehmer und Mitbegründer von intrinsify.me, dem größten offenen Thinktank für die neue Arbeitswelt und moderne Unternehmensführung im deutschsprachigen Raum. Er lehrt an mehreren Universitäten und Instituten und ist gefragter Redner auf internationalen Kongressen und Unternehmensveranstaltungen. Er spielt Jazzpiano, trinkt gerne Weltklasse-Kaffee und lebt in Barcelona. Sein neuestes Buch »Zurück an die Arbeit – Wie aus Business-Theatern wieder echte Unternehmen werden« ist 2016 im Linde Verlag erschienen.

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Gastbeitrag: Mut zum Wandel - Auf dem Weg zum vernetzten Unternehmen  

Dr. Klaus von Rottkay, COO, Microsoft Deutschland


Wer als Unternehmen vernetzt denkt und handelt, ist innovativer und erfolgreicher. Und Digitalisierung ermöglicht bessere Vernetzung. Die digitale Transformation sollte daher Chefsache sein. 


„Das macht bei uns die IT“ – eine beliebte Antwort in deutschen Unternehmen, wenn es um die Digitalisierung geht. Wenn es so einfach wäre. Der digitale Wandel ist aber keine Aufgabe, die sich quasi per Hauspost einer Abteilung zuordnen lässt. Ganz im Gegenteil: Der digitale Wandel braucht vor allem Mut, und er muss von ganz oben kommen. Er ist eine originäre CEO- und COO-Aufgabe, und die Verantwortung kann nicht nur beim CIO liegen. Denn die Digitalisierung betrifft nicht nur einzelne Abteilungen, sie wird ganze Strukturen und Unternehmen komplett verändern. Wir sehen heute schon, dass selbst große Konzerne ins Wanken geraten, wenn sie eines nicht beherzigen: sich als vernetzte Organisation zu begreifen. Viele Unternehmen denken noch zu sehr in Hierarchien und „Zuständigkeiten“. Das könnte sich jedoch bald als Wettbewerbsnachteil erweisen. Denn die Digitalisierung verstärkt vor allem auch Innovationsprozesse. Denn wer vernetzt denkt und handelt, ist auch innovativer.

 

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Anschauen, anmelden, ansprechen: Arbeit der Zukunft im November

Simone Lackerbauer

Über die zukünftige Arbeitswelt kann man nicht nur diskutieren, sondern sie auch auf der Leinwand erleben. Eindrucksvoll beweist dies das Filmfestival Futurale, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ins Leben gerufen wurde und von Herbst 2015 bis Herbst 2016 durch Deutschland tourt. Anmelden können sich ab sofort innovative Unternehmen für den XING New Work Award; und wir sprechen im wissenschaftlichen Kontext über einige Fokusthemen zur Arbeit der Zukunft - darunter auch: Welche Fähigkeiten für die Arbeit der Zukunft? (Teil 2).

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The Future of Work: Bewegtbilder und Diskussions-Impulse

Simone Lackerbauer

Am 15. Oktober (wir berichteten und fassten nach) fand ein SAP-Espresso-Seminar mit Dr. Stefan Birk statt; am selben Tag gab Marc Nelsen eine Keynote zur Arbeit der Zukunft beim AppSphere Future IT Kongress '15 (mit Radiointerview). Das Fachmagazin LANline veröffentlichte jetzt einen Artikel über die Keynote und die anschließende Diskussion: Arbeitskultur gewinnt an Bedeutung.

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SWR4-Interview mit dem IFAZ und SLides zur Arbeit der Zukunft

Simone Lackerbauer

 

Der 15.10. stand ganz im Zeichen der #arbeitderzukunft – unsere beiden Vorstände Dr. Stefan Birk und Marc Nelsen sprachen analog und digital auf gleich zwei Veranstaltungen darüber, wie wir morgen arbeiten werden. Im Rahmen des AppSphere Future IT-Kongress ’15 wurde Marc Nelsen zu seiner Keynote auch von SWR4 Baden-Württemberg (Radio) interviewt. Wir haben den Mitschnitt auf unseren neuen YouTube-Kanal hochgeladen und beide Präsentationen auf SlideShare und hier im Blogbeitrag veröffentlicht.

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Neue Veranstaltungen zur Arbeit der Zukunft

Simone Lackerbauer


Vorab zwei Meldungen in eigener Sache: Marc Nelsen wird am 15.10. beim AppSphere Future IT-Kongress ’15 die Keynote zur Arbeit der Zukunft halten. Parallel dazu wird Dr. Stefan Birk am 15.10. bei einem SAP Espresso-Webinar unsere Studie zur Arbeit der Zukunft vorstellen. Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen online und offline!

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Meusburger: Wissensmanagement für Entscheider (eine Buchbesprechung)

Stefan Birk


Das Thema „Wissensmanagement“ mag etwas in Verruf geraten sein, aber eines ist sicher: Unternehmen, die ein funktionierendes Wissensmanagement aufgebaut haben, sind der „Arbeit der Zukunft“ ein entscheidendes Stück näher gekommen. Warum? Ganz einfach, weil sie die Art der Zusammenarbeit von Grund auf verändert haben.    

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Gastbeitrag: „Die Masterarbeit“ erklärt, was Gen-Y-Absolventen wirklich wollen

Steffen Bünau

Simone Lackerbauer

 

Wir eröffnen den September mit einem spannenden Thema: Vor ein paar Tagen berichteten wir bereits kurz über das Projekt und Startup Die Masterarbeit (auch: Die Bachelorarbeit). Mitgründer Steffen Bünau, der sich unter s.buenau@die-masterarbeit.de über Kritik und Feedback freut, erklärt in einem Gast-Post, warum Unternehmen Absolventen heute mit Themen und Inhalten locken sollten, statt auf Gehalt und Statussymbole zu setzen. In unserem Workdesign-Modell ist dieser Ansatz bei den Arbeitsinhalten verortet – und wir sind gespannt darauf, wie sich die Unternehmen darauf einstellen werden.

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Welche Fähigkeiten für die Arbeit der Zukunft? (Teil 1)

Simone Lackerbauer


Im Juli diskutierten wir in der Studentengruppe auf XING mit einigen Studierenden über die zukünftige Arbeitswelt – ganz besonders ging es darum: Welche Fähigkeiten glaubst Du braucht man, um in Zukunft erfolgreich zu sein? Als Basis für die Diskussion diente unsere Studie mit 171 Stimmen zur Arbeit der Zukunft, die seit Anfang Juni hier kostenlos online erhältlich ist. Die Studentendiskussion ist Teil der Vorarbeit für unsere zweite Studie – und das kam dabei heraus:

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Arbeit der Zukunft: Eine Retrospektive zur Prospektiven-Debatte

Simone Lackerbauer


Wenn man sich mit einem Thema für eine Publikation intensiv beschäftigt, sieht man auch nach Abschluss des Projektes neue Berichte dazu aus einer ganz anderen Perspektive. Seit unserer Studie „Wie wir morgen arbeiten“, in der wir 171 Stimmen zur Arbeit der Zukunft untersucht haben, laufe ich daher mit einer Zukunftsarbeits-Brille durch die (Arbeits)Welt. Zeit für einen Rückblick auf unsere Analyse der Stimmen zur „Prospektive“ für die Arbeit der Zukunft.

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Fähigkeiten der Zukunft

Stefan Birk


Welche Fähigkeiten braucht der Wissensarbeiter von morgen? Diese Frage genießt zurzeit einige Aufmerksamkeit. Und das mit gutem Grund: Es zeichnet sich langsam aber sicher ab, dass Digitalisierung und Automatisierung nicht wie bisher auf einfache Tätigkeiten beschränkt bleibt, sondern immer mehr auch komplexere Wissensarbeit erreicht. Welche Fähigkeiten muss man also entwickeln, will man nicht eines Tages durch eine mehr oder weniger intelligente Maschine ersetzt werden?

In der Juni-Ausgabe der Harvard Business Review geben populäre Managementvordenker wie Thomas H. Davenport oder das Autorenduo Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee link ihre je eigenen Antworten. Aber auch Bildungsexperten wie zum Beispiel Mr. PISA, Andreas Schleicher, entwickeln Empfehlungen. Grund genug für das Institut, uns ebenfalls mit dieser Frage zu beschäftigen.

 

Erste Erkenntnisse zum Thema konnten bereits im Zuge unserer Studie „Wie wir morgen arbeiten ...“  erarbeitet werden. Etwa 27% der untersuchten Quellen nennen explizit bestimmte Fähigkeiten, die im Zusammenhang mit der Arbeit der Zukunft eine wichtige Rolle spielen sollen.

 

Die Auswertung unserer Quellen ergab eine ganze Reihe von unterschiedlichen Fähigkeiten, die versuchsweise in sechs Gruppen aufgeteilt wurden. Es sind dies Fähigkeiten im Umgang mit ...

  • ... anderen Menschen (Teamfähigkeit, Beziehungsfähigkeit, Globale Kulturfähigkeit)
  • ... Aufgaben- und Problemstellungen (Problemlösungsfähigkeit, Kritisches Denken, Kreativität, Intuitive Intelligenz
  • ... dem Selbst (Selbstwirksamkeit, Selbstschutz, Selbstvermarktung)
  • ... Neuem (Innovationsfähigkeit, Flexibilität, Lernfähigkeit)
  •  ... Informations- und Kommunikationstechnik (IT und Medienkompetenz, Information Fluency)
  • ... Sachwissen (Fachkompetenz, Allgemeinwissen)    
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Frank/Hübschen: Out Of Office (eine Buchbesprechung)

Stefan Birk

 

Elke Frank und Thorsten Hübschen – beide in leitenden Stellungen bei Microsoft Deutschland – beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dem Thema "Arbeit der Zukunft". Aus den Erfahrungen, die sie in der Unternehmenspraxis gemacht haben, ist nun jüngst ein Buch mit dem programmatischen Titel “Out of Office“ entstanden.

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Perspektiven(wechsel) zur Arbeit der Zukunft: Viele Worte, wenig dahinter?

Stefan Birk

 

Guido Bosbach rief im Mai zu einer Blogparade auf. Das Thema: „new work, neue Arbeitsformen, Arbeiten 4.0: Was ist das, was soll das und wohin führt das?“ Nachfolgend unser Beitrag – und vielen Dank für das spannende Thema!

 

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Förster/Kreuz: Macht was Ihr Liebt! (Eine Buchbesprechung)

Stefan Birk

 

Anja Förster und Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Vordenkern für Wirtschaft und Management. Bekannt geworden sind sie insbesondere durch ihr Buch „Alles, außer gewöhnlich“, das 2007 zum Wirtschaftsbuch des Jahres gekürt wurde. In den letzten Jahren beschäftigten sich die Autoren u.a. stark mit dem Thema Arbeit. Nach „Hört auf zu arbeiten!“ (2013) ist nun jüngst das Buch “MACHT WAS IHR LIEBT!“ entstanden, für das sie aus ihren Kolumnen 66 ½ kurze Episoden ausgewählt haben. Mit ihren „Anstiftungen“ wollen die Autoren den Leser einladen, sich selbst auf die Suche zu begeben nach dem, was wirklich zählt im Arbeitsleben.

Natürlich haben Förster und Kreuz ihren ganz besonderen Ansatz und Stil. Man darf daher keine langatmigen Ausführungen eines Ratgebers erwarten und allgemeine Lebensweisheiten werden auch eher selten zum Besten gegeben. Stattdessen unterhalten die Autoren den geneigten Leser prächtig. In kleinen Episoden erzählen sie einfach Geschichten oder geben Beispiele aus der Praxis. Diese Geschichten haben es aber oftmals in sich. So zum Beispiel die Schilderung der Mitarbeiterauswahl und Aufgabenverteilung im W Hotel in Spanien. Hier soll jeder Mitarbeiter die eigenen, in vielen Fällen besonderen Fähigkeiten einbringen. So wird aus dem Mitarbeiter Jordi aufgrund seiner Phantasie und Geschicklichkeit ein Hersteller von besonderen Hotel-Requisiten. Seine Kernaufgabe ist das aber nicht: er ist vielmehr der Müllmann. Eine Idee, die durchaus ganze Organisationen erschüttern kann, wenn man es nur konsequent verfolgt.

 

Sehr hilfreich in manchem Gespräch oder Vortrag sind auch die kurzen Schlaglichter zu Erfolgsstrategien von bekannten oder auch weniger bekannten Persönlichkeiten. Besonders eindrucksvoll die prägnanten Beispiele von Philippe Starck und Jaime Lerner. Der berühmte Designer ist überzeugt, dass für Kreativität nur wenig Input nötig ist und lebt ein eindrucksvoll diszipliniertes und fokussiertes Arbeitsleben. Der andere – seines Zeichens Architekt und Kommunalpolitiker – demonstriert die Kraft des „wahnwitzigen Tempos“ bei der Umsetzung von Veränderungen („72 h für die Einrichtung einer Fußgängerzone“). Alle beiden Beispiele regen zum Nachdenken und zur Kritik am Mainstream an. 

 

Sympathisch bei allen Episoden: Die Arbeit wird nicht als Bürde begriffen, sondern als Gelegenheit, Eigeninitiative zu zeigen, Dinge anzupacken und die eigenen Chancen auszuschöpfen. Und das ist uns natürlich ganz aus der Seele gesprochen.

 

Fazit: Für alle, die unterhaltsame, kurze und auf den Punkt gebrachte Episoden lieben, aber trotzdem gerne etwas lernen wollen, und für Leute, die Spaß an eindrucksvollen Beispielen haben,  macht dieses Buch Sinn. Für Leute, die es eher systematisch und wissenschaftlich mögen, eher nicht.    

Wie wir arbeiten werden ...

Stefan Birk

 

Wer sich mit dem Thema „Arbeit der Zukunft“ beschäftigt, wird zunächst einmal überrascht sein von der Anzahl der einschlägigen Beiträge. Auch beschäftigen sich mehr und mehr Unternehmen mit den Trends der Arbeitswelt von morgen. Gerade Unternehmensberatungen und Technologie-Unternehmen interessieren sich offenkundig immer mehr dafür, wie wir in Zukunft arbeiten werden. So auch die Microsoft Deutschland GmbH, die 2014 ein „Manifest für ein Neues Arbeiten“ veröffentlicht und in diesem Jahr das Buch „Out of Office – Warum wir die Arbeit verändern müssen“ im Redline-Verlag auf den Markt gebracht haben.

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The New Worker-Blogparade: Die perfekte Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter

Simone Lackerbauer


Im April rief The New Worker zu einer Blogparade mit einem interessanten Themenschwerpunkt auf: Wie soll die perfekte Arbeitsumgebung für kreative Wissensarbeiter aussehen? Dass sich dazu aus verschiedenen persönlichen oder unternehmerischen Perspektiven viel sagen lässt, das beweisen die eingereichten Beiträge. Das Spektrum der Leitfragen war dabei breit gestreut – von den Voraussetzungen oder dem Wesen einer „vernünftigen“ Arbeitsumgebung, bis hin zum größeren Kontext abseits des rein physischen Büros.

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Recommended Reads KW 18: Business-Bücher für Besserarbeiter

Simone Lackerbauer


Nach dem Launch des neuen Magazins SZ Langstrecke und dem aktuellen Hype um das Content Marketing fragen wir uns, ob der Trend dieses Jahr wieder hin zu mehr, besseren und längeren Inhalten on- und offline geht. Denn das Lesen ist auch eine Form der Entschleunigung, die wiederum Teil der Work-Life-Balance darstellt: Die Geschwindigkeit im Arbeitsalltag nimmt zu, zum Ausgleich sollten wir in der Freizeit bewusst erleben und langsam genießen. Passend zum langen Maiwochenende also hier ein paar analoge Longreads für entspannte Nachmittage:

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The IFAZ Website is Now Available in English

Simone Lackerbauer


Although machine-based translation has evolved quite a bit over the past few years, the translation or localization of texts is still too complex for the current algorithms at work: literature and specialized texts require creativity and thus cannot be converted into automated scripts or processes – yet? Having taken a look at the Google translation of the IFAZ website, we at least decided it would be better to translate it ourselves: please click here to access the English version of the IFAZ website.

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Work in Progress, Teil 3: Individualität, Initiative, Intensität bei #wiphh

Simone Lackerbauer


Bei manchen Kongressen sehnt man schon nach der Hälfte der Zeit das Ende herbei. Nicht so bei der Work in Progress in Hamburg. Das Programm für den 14. März versprach wieder spannende Panels und Podiumsdiskussionen zum „Social Change Day“: Ein gelungener Abschluss nach dem Auftakt am Donnerstag und der abwechslungsreichen Agenda vom gestrigen Freitag. Thema der Konferenz war der „Wert der Arbeit“ – aus individueller, unternehmerischer, materieller, ideeller, künstlerischer, politischer, sozialer und wirtschaftlicher Sicht. Auch heute haben wir drei Begriffe in den unterschiedlichen Präsentationen wiedergefunden, die uns zum Nachdenken anregen: Individualität, Initiative und Intensität.

 

Auch heute twitterten wir wieder ein paar denkwürdige Zitate und Schnappschüsse von der WIP. Zu finden sind diese hier bei uns auf Twitter unter @ifaz14.

Interaktiv startet das Programm mit dem Vortrag von Van Bo Le-Mentzel zu Vertrauen als Währung von morgen. Wir singen „Don’t Worry, Be Happy“, zwei Mutige aus dem Publikum kommen auf der Bühne zu Wort und übernehmen die Einleitung. Mit seiner persönlichen Geschichte verdeutlicht Le-Mentzel, wie wichtig Vertrauen ist, wie hart man es sich erarbeiten muss und wie schmal der Grat zwischen Enttäuschung und Erfolg ist. Seine Botschaft: Maximales Vertrauen ist Nährboden für Eigeninitiative. Was sich theoretisch und in Einzelprojekten gut anhört, ist adhoc schwer im Arbeitsleben umzusetzen. Doch der Gedanke steht im Raum; in einem mit vielen engagierten Zuhörern.

 

Dass Eigeninitiative auch übergeordneten Schutz braucht, zeigt die nachfolgende Podiumsdiskussion zum Thema kollektive Interessenvertretung in der Kreativwirtschaft. Die Organisation SMartDE hilft Kreativen dabei, die oftmals komplexen bürokratischen Vorgänge zu regeln. Denn auch dies gehört zu einer besseren Arbeit der Zukunft: Die Beseitigung verwaltungsbedingter Hürden, die kreative Arbeit hemmen können. Auch Co-Working(-Spaces)-Organisationen sind wichtige Ankerpunkte für digitale Nomaden: Sie sind vernetzt, digital, organisiert und ermöglichen es Einzelnen, die Ressourcen der Gemeinschaft effektiv nutzen und selbst dazu beizutragen.

 

Technisierung und Digitalisierung spielen eine große Rolle für die Arbeit der Zukunft, das merken wir auch auf der WIP. Viele Beiträge am Samstagnachmittag widmen sich diesem Thema. Denn schnelle Innovationszyklen fordern uns immer wieder mit neuen Technologien heraus, die neue Geschäftsfelder eröffnen – und aufgrund fortschreitender Medienkonvergenz auch neue Inhaltsformen ermöglichen. Nicht mehr ganz neu, aber trotzdem noch faszinierend ist die Oculus Rift. Mit der 360°-Brille ist man leider heute noch als bloßer Betrachter im virtuellen Raum. Doch trotzdem bietet die auf de WIP live gezeigte Brille auch jetzt schon wissenschaftlich und praktisch Möglichkeiten zur Anwendungen. So kann beispielsweise Höhenangst therapiert werden, indem man Betroffene in virtuellen Umgebungen mit Höhe konfrontiert. Auch Minenarbeiter können mithilfe der virtuellen Realität besser auf die Umgebungen unter Tage vorbereitet werden. Denn Informationen, die virtuell erlebt werden, sind im Kopf anders abgespeichert als nur Gesehenes oder Gelesenes. Eine interessante Perspektive für die Arbeit der Zukunft ist dies allemal; wir sind gerade am Anfang der Bewegung rund um AR und VR.

 

All diese neuen Technologien haben aber eines gemeinsam: Sie produzieren Daten, oder Big Data. Der letzte Vortrag der WIP Hamburg heute setzt genau an diesem Punkt an: Der Wert unserer Daten – Chancen und Risiken des Self-Trackings. Wir haben das Thema bereits im Blog kurz angeschnitten und wollen auch in Zukunft noch mehr dazu schreiben. Der verantwortungsvolle Umgang mit solchen persönlichen Daten betrifft neben dem Privatleben auch das Dasein als Arbeiter. Einerseits können die unendlichen Möglichkeiten des Trackens und Optimierens schnell zu sozialem Druck führen und zum Zwang, immer und überall die beste Version von sich selbst zu sein. Auch Jeremy Rifkins gestern vorgestellte Netzwerkgesellschaft – jeder handelt zum Besten der Allgemeinheit – oder die Vertrauens-Maxime von Van Bo Le-Mentzel können von Werkzeugen der Freiheit zu Tools des Gruppenzwangs werden. Andererseits sind Daten und ihre Auswertungen auch auf verschiedene Weise für Dritte verfügbar: für Arbeitgeber, für Krankenkassen, für staatliche Organe; zur Überwachung, (Gewalts-)Prävention und Reaktion. Das legale und ethische Framework für den guten Umgang damit fehlt allerdings noch.

 

Fassen wir auch den heutigen Tag mit Hilfe unserer drei Keywords zusammen:

 

Die Debatte zur Arbeit der Zukunft setzt auf das Individuum. Mit Figuren wie Jeremy RIfkin oder Sascha Lobo bekommt die Diskussion unterschiedliche Gesichter, wird individueller und individualisiert. Doch wie Egbert Rühl heute eingangs sagte: Was davon man glauben soll, das muss jeder für sich selbst entscheiden, denn die Gemeinschaft kann nur Impulse geben für das eigenständige Denken. Dass kreative Arbeiter dazu durchaus in der Lage sind, zeigt die wachsene Zahl der Freelancer und Solo-Selbstständigen.

 

Die Debatte zur Arbeit der Zukunft setzt auf Initiative. Dabei sind nicht nur Einzelne gemeint, die aktiv ihre eigenen eigenen Lebensweg zwischen Karriere und Selbstverwirklichung gestalten. Verbände, Gewerkschaften und Kollektive sind ebenso wichtig, um die Interessen dieser kreativen Arbeiter zu vertreten. Doch auch Unternehmen müssen initiativ agieren, um den „Social Change“ für die Arbeit der Zukunft zu realisieren. Der Weg von hierarchischen Modellen hin zu intelligenten Netzwerken braucht allerdings Firmen, die dazu bereit sind, ihn auch zu gehen.

 

Die Debatte zur Arbeit der Zukunft setzt auf Intensität. Emotionale Faktoren gewinnen an Bedeutung; persönliches Engagement und der Zeitgeist nehmen Einfluss. Van Bo Le-Mentzel hat mit seinen Hartz IV-Möbeln den Nerv der Zeit getroffen, das Schwarzmarkt-Kunstexperiment setzt auf die direkte Konfrontation von Arbeit und Wert. Dabei verzichten diese Initiativen auf Polemik, lassen stattdessen ihre Ideen für sich sprechen. Durch die Crowd und die Verbreitung in unterschiedlichen Netzwerken intensiviert sich die Diskussion, wird immer und überall sichtbar.

 

Alles in allem bleibt abschließend zu sagen: Es wurden viele neue Fragen aufgeworfen, Ideen vorgestellt, Gedanken ausformuliert. Wie so oft mangelt es nicht an Ansätzen und auch nicht an Beispielen dafür, wie diese umgesetzt werden können. Was noch fehlt, ist allerdings die ganzheitliche Welle – möglicherweise unter Rifkins Label der „3. Industriellen Revolution“ – um die Arbeit der Gegenwart nachhaltig zu transformieren und den Paradigmenwechsel zur Arbeit der Zukunft zu bewerkstelligen; eben ein „Work in Progress“.

Work in Progress, Teil 2: Interaktion, Inhalte, Internet bei #wiphh

Simone Lackerbauer

 

Es ist natürlich unmöglich, alle Panels und Podiumsdiskussionen des spannenden Xing New Work Day im Rahmen der Work in Progress-Konferenz in einem einzigen Blogbeitrag zu verarbeiten. Doch eine Stärke des Vernetztseins liegt ja auch gerade darin, dass nicht einer als einzige Quelle über alles berichten muss, sondern dass aus dem Event ein  vielstimmiger Kanon wird, zu dem jeder mit seiner eigenen Stimme beitragen kann - siehe das Twitter-Hashtag #wiphh. So existiert dieser Kanon auch in der Gestaltung der Arbeit der Zukunft: Betont wurde heute vor allem, dass der Paradigmenwechsel nur dann stattfinden kann, wenn wir alle ein Teil davon sind. Uns sind vor allem drei Schlagwörter aufgefallen, die aus verschiedenen Perspektiven immer wieder auftreten: Interaktion, Inhalte und Internet.

Bevor wir in medias res gehen: Ein paar unserer persönlichen Highlights mit Bildern und denkwürdigen Zitaten finden Sie deshalb bei uns auf Twitter unter @ifaz14. An dieser Stelle auch noch einmal herzlichen Dank an alle Retweets, Favorites und neuen Follower!

 

Das Grußwort des 1. Bürgermeisters Olaf Scholz gleich zu Beginn war eigentlich auch schon ein Vortrag. Sein Eingangs-Statement: Voraussagen sind immer schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen. So zitierte er dazu den Bericht an den Club of Rome aus den 1980er 80er Jahren (Wie wir arbeiten werden) und erwähnte, dass das von Jeremy Rifkin prognostizierte Ende der Arbeit ja auch immer noch nicht stattgefunden habe. In der Arbeitsmarktpolitik wird der Begriff „Flexicurity“ weiterhin eine große Rolle spielen. Mit mehr als 30 Millionen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten (42 Millionen insgesamt) ist es dringend notwendig, die Arbeitswelt nicht technisch, sondern auch menschlich zu verbessern. Scholz rät deshalb unter anderem dazu, kalifornischen Innovationen und Ideen auch mit hanseatischer Nüchternheit zu begegnen. Denn erst dann sind Innovationen wirklich zukunftsweisend, wenn sie den Einzelnen in den Mittelpunkt stellen und das Leben so verbessern. Er nennt die Hamburger Kreativgesellschaft – Veranstalter der Work in Progress – als ein Modell dafür, wie Inhalte kreativer Arbeit in Zukunft mehr Wertschätzung erhalten können.

 

Nach den Grußworten der Veranstalter betritt Jeremy Rifkin die Bühne. Über seine Thesen mag Uneinigkeit herrschen, doch er hat eine spannende Vision mitgebracht: Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft – das Ende des Kapitalismus? In seinem neuen Buch beschreibt er ausführlich, was wir hier nur kurz anreißen können: Wir stehen vor einer 3. Industriellen Revolution; die Lösung sind globale Shifts in der Weise, how we manage, power, and transport energy. Kapitalismus hat seiner Theorie nach ein neues Modell hervorgebracht, nämlich das der Sharing Economy, das neben dem Kapitalismus bereits als hybride Wahlmöglichkeit existiert. Rifkin sieht drei verschiedene „Internets“, die in Zukunft konvergieren werden und die Sharing Economy zur besseren Variante erheben: das Communication-Internet, das Renewable-Energy-Internet und das Transport-Logistics-Internet. In diesem „Internet of Things“ können Produktionskosten auf nahezu Null optimiert werden, weniger Ressourcen des Planeten müssen verbraucht werden und die Produkte werden effizienter verteilt. Maschinen übernehmen diese standardisierten Arbeitsprozesse und Menschen können sich mehr auf den 3. Sektor – Handeln für die Gesellschaft – konzentrieren. Gewagt, aber wo wenn nicht auf einer solchen Konferenz, können solche Statements in den Raum gestellt werden – als neue Perspektive für die gemeinsame Gestaltung der Arbeit der Zukunft.

 

Besonders spannend waren im Anschluss auch die Podiumsdiskussion zu Strategien für die Arbeitswelt von morgen, die Unternehmenspräsentationen im Panel Digital ist anders – der Wandel der Kreativwirtschaft mit der Digitalisierung (Musik und Film), sowie der kleine Workshop Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Zeiten radikaler Transparenz. Denn die Reihenfolge der Vorträge spiegelt den aktuellen Stand der Dinge und die nötigen nächsten Schritte wieder: Vielerorts wird global über die Arbeitswelt von morgen gesprochen – der Standard der Arbeit verändert sich und man muss darauf reagieren. Doch die Debatte spielt sich oftmals auf rein theoretischem Niveau ab. Viel konkreter zeigten sich da die Beispiele bereits abseits ausgetretener Pfade gegründeter Unternehmen: Einzelne oder kleine Kreativgemeinschaften setzen ihre Ideen einfach in die Tat um und lernen, während sie sich entwickeln. Unternehmen wiederum sollten sich dann diese Best-Practice-Beispiele genau ansehen. Nicht nur aus innovativ-technischer Sicht, sondern auch aus menschlicher Sicht: Viele große Firmen haben Mühe, Stellen zu besetzen, weil potenzielle Arbeitnehmer zuvor sehr genau wissen wollen, worauf sie sich einlassen und wie dafür gesorgt wird, dass sie einen sinnhaften Beitrag leisten können – denn das erfolgreiche Finden des Sinnes in der Arbeit assoziieren wir heute eher mit Start-Ups.

 

Fassen wir den Tag noch einmal kurz zusammen:

 

Interaktion steht im Fokus der Debatte über die Arbeit der Zukunft. Denn Plattformen nur technisch bereitzustellen, garantiert noch lange nicht, dass sie auch entsprechend genutzt werden. Erst die Interaktion mit den vernetzten Nutzern haucht technischen Umgebungen Leben ein. Egal, ob es sich dabei um eine Karriere-Plattform wie Xing handelt, um eine von Jeremy Rifkin geforderte „Digital Bill of Rights“, oder um Gespräche zwischen verschiedenen Hierarchiestufen eines Unternehmens zur Gestaltung einer besseren Arbeitswelt.

 

Inhalte stehen im Fokus der Debatte über die Arbeit der Zukunft. Die Wertschätzung der Arbeitszeit und der kreativen Leistung steht für Arbeiter im Vordergrund: Das Arbeitsleben soll mit Sinn erfüllt sein und für die bloße Anwesenheit bezahlt zu werden reicht jungen Talenten nicht mehr aus. Mehrfach wurde erwähnt, dass die „weichen“ Selektionskriterien die rein monetären und hierarchischen Faktoren überlagern: Die Arbeit muss zur aktuellen Lebenssituation passen, nicht die Lebenssituation zur Arbeit.

 

Internet steht im Fokus der Debatte über die Arbeit der Zukunft. Wobei es eigentlich „Internets“ heißen müsste, denn aus dem einen Netz der Netze sind längst mehrere geworden, die sich nur provisorisch unter dem Namen Internet of Things zusammenfassen lassen. Sharing Economy, Peer-to-Peer-Modelle und die Fülle an Daten, die abrufbar, abgleichbar, analysierbar sind, erlauben heute völlig neue Modelle des vernetzten Denkens und Handelns. Jedoch sind diese an vielen Stellen bislang nur Ideen, die nun mit Leben gefüllt werden müssen.

 

In diesem Sinne verabschieden wir uns für heute und freuen uns auf einen zweiten spannenden Work in Progress-Tag morgen.

Work in Progress, Teil 1: Notizen vor und zu einer spannenden Konferenz

Simone Lackerbauer


Wie bereits angekündigt, berichten wir diese Woche von der Work in Progress in Hamburg; einer Konferenz, die sich in ihrem vierten Jahr mit dem „Wert von Arbeit“ beschäftigt. Im Rahmen der WIP findet der vom offiziellen Partner Xing via Xing spielraum initiierte New Work Day am 13.3. statt; der 14.3. trägt den Titel Social Change Day. Ein paar Gedanken vorab.

Wofür steht eigentlich Work in Progress? Ein „Work in Progress“ bezeichnet etwas, das „in Arbeit“ ist: Ein noch unbeendetes Projekt oder Produkt in unterschiedlichen Phasen seiner Fertigstellung, zu dem noch etwas hinzugefügt wird, bzw. an dem noch entwickelt wird, oder das sich noch weiterentwickelt. „Work in Progress“ ist weitaus klang- und gehaltvoller als das deutsche Pendant „Umlaufbestand“, oder „Ware in Arbeit“. Denn bei „Work“ geht es längst um weitaus mehr als nur Objekte oder Abläufe. Gemeint ist auch die Arbeitswelt an sich, das Workdesign, das sich laufend verändert und verändern muss, um mit den vielfältigen Lebenswelten der kreativen Wissensarbeiter Schritt halten zu können. Doch auch innerhalb unseres Verständnisses von „Ware in Arbeit“ gibt es offene Fragen zum „Wert“ der Arbeit, mit denen wir uns für eine bessere Zukunft der Arbeit beschäftigen sollten.

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Das IFAZ auf der Work in Progress 2015 in Hamburg

Simone Lackerbauer

 

In vergangenen Beiträgen haben wir Ihnen bereits 7 internationale Veranstaltungen zur Arbeit der Zukunft 2015, dann 8 nationale Veranstaltungen zur Arbeit der Zukunft 2015 und zuletzt einen Mix aus 9 internationalen und nationalen Veranstaltungen zur Arbeit der Zukunft 2015 vorgestellt. Nach so vielen Deeplinks und Veranstaltungsvorstellungen ist es an der Zeit, dass wir selbst auch eine davon besuchen - und davon ausführlich berichten. Unsere Wahl fiel auf die Work in Progress vom 12.-14.03. und den im Rahmen davon stattfindenden XING New Work Day am Freitag, den 13. März – unser Glückstag.

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Recommended Reads Week 10 oder: Warum Hummer schlauer sind als Manager

Stefan Birk


In einem lesenswerten Blogbeitrag beschäftigen sich die beiden populären Autoren Anja Förster und Peter Kreuz mit einem mehr als überraschenden Thema: der Verletzlichkeit. Ein gewagter Beitrag in einer Zeit, in der Stärke und Kontrolle von der Weltpolitik (Ukraine!) bis zur Lebensführung des einzelnen Menschen (Quantified-Self-Bewegung!) eine fröhliche Renaissance zu erleben scheinen.


Das Hummer Phänomen


Förster und Kreuz haben im Aquarium von Monterrey/Cal. einen Hummer beobachtet, der nur wachsen kann, wenn er den alten Panzer ablegt und damit eine Weile völlig schutzlos und verletzlich ist. Die Autoren übertragen diese schöne Metapher dann auf die menschliche Entwicklung.

 

Wie kann man sich das aber innerhalb des - um im Bild zu bleiben - „Haifischbecken“ Unternehmen vorstellen? Auch da sollen wir uns ja permanent weiterentwickeln. Ist es nicht gefährlich sich zu häuten und eine Weile verletzlich zu sein? Wird man dann nicht genüsslich vom Wettwerber gefressen und um die Früchte seiner Weiterentwicklung gebracht? Berechtigte Fragen, die insbesondere Führungskräfte heute damit beantworten, dass sie sehr viel Aufwand betreiben, um eben gerade nicht als unperfekt und angreifbar zu gelten. Fehler werden vertuscht, Training nicht wahrgenommen (man weiß ja alles!) und Schwächen nicht zugegeben.

 

Diese Beobachtung veranlasst Robert Kegan von der Harvard Graduate School of Education und seine Mitarbeiter in einem Artikel der Harvard Business Review zu folgender Frage: „What if a company was set up in such a way that instead of hiding their weaknesses, employees used them as opportunities for both personal and business growth?“ Mit anderen Worten, die Organisation fördert die Verletzlichkeit zu beiderseitigem Nutzen. Zumindest eines würde daraus folgen: die Zeit, die man für diesen zweiten („cover the ass“-) Job braucht, könnte für die eigentlichen Aufgaben verwendet werden.


Making Business Personal


Das Resultat in zwei Fallstudien war aber deutlich weitreichender. Sie fanden, dass es möglich ist, „ ... to meld business growth with personal growth in every employee´s day to day work.“ Auf diese Weise scheinen die Unternehmen eine neue Art von Wettbewerbsvorteil entdeckt zu haben. Die bewusste und transparente Verbesserung der einzelnen Mitarbeiter führte direkt zu besseren Ergebnissen für die Unternehmen. Grund genug für die Forscher in der Initiative „Way to Grow“ die Idee der „Deliberately Developmental Organisation (DDO)“ weiter zu verfolgen.

 

Eine Grundbedingung für dieses Modell ist natürlich die Sicherheit und Fairness, die die Firma und deren Mitarbeiter bereit sind zu geben, damit sich der Einzelne auf die „Phase ohne Panzer“ einlassen kann. Womit wir wieder bei der Frage von oben sind: Ohne die richtige Arbeits- und Organisationskultur sind Entwicklungsprozesse von Mitarbeitern nicht zu haben.

Recommended Reads Week 7

Stefan Birk


Gerne lassen wir die gute Gewohnheit wöchentlicher Lese-Empfehlungen wiederaufleben. Heute zwei Artikel zum Thema "Wearables" in der Arbeitswelt. Ein Thema, das noch ganz am Anfang steht und trotzdem schon eine durchaus kontroverse Debatte auslöst. Hier zwei eher optimistische Stimmen.

 

Wearables in the Workplace and Their Impact on How We Work

 

In this episode of the podcast Jacob Morgan speaks with Paul Daugherty (CTO) and Brent Blum (Wearable Technology Practice Lead) at Accenture. Paul and Brent share their perspectives on current uses of wearables in the workplace and share some great examples.


This Startup Thinks Your Workplace Needs Wearable Walkie-Talkies

 

Robbins, OnBeep’s founder and CEO, sees the device being used by business teams—event planners, construction workers, or restaurant staff. The question is whether people really want such wearables. Others have argued that the workplace is the most natural fit for wearable tech.

9 weitere Veranstaltungen zur Arbeit der Zukunft 2015

Simone Lackerbauer


Zuerst sieben, dann acht, in diesem Beitrag sogar neun Konferenzen, Tagungen, Events, Panels, Diskussionen zur Arbeit der Zukunft. 2015 steht ganz im Zeichen des Hungers nach Input, Analysen, Empfehlungen, Prozessen zur Mitgestaltung eines innovativen Workdesign. Unternehmen, Forschungsinstitute, Experten und Gruppen aller Art betrachten das Konzept „Arbeit der Zukunft“ aus verschiedenen Perspektiven und liefern Anregungen, um eigene Strategien zu überdenken und um Learnings aus Best Practice-Beispielen zu ziehen. Ganz im Zeichen unserer denglischen Einleitung, handelt es sich bei den vorgestellten Terminen diesmal um einen Mix aus nationalen und internationalen Ereignissen.

Zukunftsforum 2015: Working Smarter – Menschen. Räume. Technologien

 

Ziel

Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO beschäftigt sich mit aktuellen Fragestellungen rund um den arbeitenden Menschen. Im Rahmen des Zukunftsforums 2015 wird es drei parallele Sessions zu drei Perspektiven auf die Arbeit der Zukunft geben:

1) Menschen: Neue Führungsmodelle, veränderte Kompetenzen, flexibles Arbeiten

2) Räume: Kreative Arbeitswelten, smarte Räume, Arbeitswelt 4.0

3) Technologien: Digitalisierung, Internet der Dinge, Industrie 4.0, Smartisierung

Referenten bieten Einblick in Best-Practice-Beispiele einer zukunftsorientierten Arbeitswelt und -gestaltung. Darüber hinaus werden neueste Entwicklungen und kreative Arbeitswelten gezeigt. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die die Zukunft der Arbeit aktiv mitgestalten möchten.

 

Wann?

29.-30.1.2015

 

Wo?

Liederhalle Stuttgart
Berliner Platz 1-3
70174 Stuttgart

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Recommended Reads Week 50

Stefan Birk


In dieser Woche zwei interessante Artikel zur Automatisierung von Arbeit - einer eher grundsätzlich und einer beispielhaft:

 

Automation, jobs, and the future of work

A group of economists, tech entrepreneurs, and academics discuss whether technological advances will automate tasks more quickly than the United States can create jobs. Most of them seem to be positive about the future.


10 jobs robots already do better than you 

Zehn Beispiele für Jobs, die Maschinen schon heute besser können und es den Menschen ermöglichen, sinnvollere Aufgaben zu übernehmen.

Die Vermessung des Selbst

Simone Lackerbauer


Die Messlatte muss höher gelegt werden, Kampagnen müssen messbar sein, man muss sich mit der Konkurrenz messen, der ROI ist heute Maß aller Dinge und Erfolg im Beruf ist ein Maßstab für den eigenen Status in der Gesellschaft. Bei all diesen Messungen schwingt auch stets der Drang nach Erkenntnis mit: Um in der Arbeitswelt der Zukunft bestehen zu können, müssen wir wissen, wie die Prozesse um uns herum funktionieren und wie wir sie nachhaltig verbessern können. Deshalb ist die Frage nach der „Vermessung des Selbst“ auch eine nach der „Optimierung des Selbst“ – sowohl im Persönlichen, als auch im Arbeitsleben – und deshalb für die Arbeit der Zukunft in höchstem Maße relevant.

In Daniel Kehlmanns „Die Vermessung der Welt“ ist zwar unser Planet Gegenstand des unersättlichen Strebens des Alexander von Humboldt, die Erde zu kartographieren, zu katalogisieren und bestehendes Material zu optimieren. Doch die Bemühungen, die Erfassung von Raum und Zeit zu verbessern, lassen sich auch auf die Arbeitswelt, schlussendlich sogar auf die persönliche Lebenswelt übertragen: Durch die industrielle Revolution des 18. und 19. Jahrhunderts wurde die Effizienz in der Warenproduktion maßgeblich gesteigert, unter dem Namen Fordismus etablierte sich im 20. Jahrhundert die standardisierte Massenproduktion und spätestens seit dem Anbruch des 21. Jahrhunderts befinden wir uns in einer Arbeitswelt, deren Abläufe von Computersystemen mit reguliert werden. Stichworte wie Prozessoptimierung oder Multi-Channel-Strategien bedeuten, dass immer noch weiter verbessert werden kann: Weniger Zeit soll für mehr Leistung aufgewandt werden, mit weniger Aufwand sollen Gewinn versprechende Konzepte auf mehr verschiedenen Wegen vertrieben werden, weniger Ressourcen sollen mehr produzieren. So optimieren Meeting-Teilnehmer beispielsweise ihre Zeit, indem sie aus der Konferenz heraus E-Mails beantworten, Pendler nutzen den Heimweg als Arbeitszeit, Abteilungen recyclen Konzepte anstatt neu zu denken.


Während in Unternehmen die Verantwortung für diesen Drang nach Verbesserung auf vielen Schultern getragen wird, so steht der Einzelne doch damit im Angesicht der steigenden Anforderungen durch die Arbeitswelt allein da. Die oft beschworene Work-Life-Balance ist an sich auch nur ein Konzept der Optimierung des eigenen Lebens: Karriere, Familie, Freunde, Freizeit unter einen Hut bringen und dabei einen lückenlosen, trotzdem nicht zu glatten Lebenslauf schmieden. Betrachtet man allein das Stichwort Karriere, so zeigt sich: Es ist längst nicht mehr ausreichend, als Angestellter innerhalb der Firma „on the job“ zu wachsen. Denn vorausgesetzt wird, dass Mitarbeiter sich aktiv um Weiterbildung bemühen – auch und vor allem außerhalb des Angebots durch den Arbeitgeber. Lebenslanges Lernen ist kein inhaltsleerer Slogan, der auf Freizeitkurse hinweist, sondern heute vielmehr eine Verpflichtung für den kreativen Arbeiter, Fähigkeiten zu erwerben und auszubauen, Zertifizierungen zu erringen und sein persönliches Repertoire stets um neue Aspekte zu erweitern. Das Wissensportfolio ist zum Aushängeschild geworden, lebenslang lernen heißt: ein Leben lang immer besser werden.


Es kommt hinzu, dass die moderne Arbeitswelt selten erlaubt, an einem Thema konzentriert zu arbeiten: Das Multitasking ist eher Regel als Ausnahme und gibt den Takt des beschleunigten Arbeitsalltags an.

Einen Schritt weiter stellt man fest, dass auch die Freizeit in vielen Fällen heute effizient getaktet ist. Bemessen wird sie durch die gezielte Auswahl interessanter Hobbys, beurteilt durch die Reaktionen der Freunde aus sozialen Netzwerken, die Aktivitäten und Fotos positiv kommentieren und so die Wahl des Einzelnen legitimieren. Location Check-Ins skizzieren die Weltkarte der vermessenen Freiheit – heute weitaus komfortabler als zu Humboldts Zeiten – und das Suchwort Lifehacking ergibt bei Google rund 1.76 Millionen Ergebnisse für Tricks, um die persönliche Produktivität zu steigern und Probleme des Alltags zu lösen.  

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Recommended Reads KW 46

Stefan Birk


Wie 1989 das Arbeitsleben von 2014 gedacht wurde

 

Das ist mal eine sehr clevere Idee von den smartworkers! Sie schauen mal etwas weiter in die Vergangenheit und frägt sich: Was hat man im Jahre 1989 über die Arbeit der Zukunft gedacht? Wie man sehen kann, konnte man die wesentlichen Brüche in der Entwicklung nicht vorhersehen. Aber einige Entwicklungen liessen sich schon damals ganz gut abschätzen. Übrigens, wenn man von heute 25 Jahre weitergeht ist man schon im Jahr 2040!

 

Let Employees Choose When, Where, and How to Work

 

Nathaniel Koloc - CEO of ReWork - formuliert ein Plädoyer für die Öffnung der Debatte und echter Participation hinsichtlich der Gestaltung der Arbeitswelt. Er empfiehlt: "It’s much easier to recruit and retain great talent when you are giving employees what they want while helping them excel at their jobs. More and more people want the freedom to decide where, when, how, and with whom they work. Do your best to provide that freedom."

 

Und heute noch als "Spezialtipp" ein Video:
 

Agile Konzepte waren lange Jahre ein Thema für Spezialisten in der IT-Branche. Dies verändert sich aktuell grundlegend. Auch im Ingenieursumfeld und im Bereich der Forschung und Entwicklung wird mit agilen Methoden gearbeitet. Selbst für die Gestaltung administrativer Bürotätigkeiten kommen sie zum Einsatz. Der Beitrag unternimmt eine empirische Bestandsaufnahme der Verbreitung agiler Methoden in der Praxis und formuliert einige interessante Thesen zum Thema "Expertentum".

8 Veranstaltungen zur Arbeit der Zukunft in 2015

Simone Lackerbauer

 

Im Jahr 2015 finden neben den internationalen Konferenzen auch in Deutschland wieder einige Veranstaltungen statt, die sich mit der Arbeit der Zukunft beschäftigen. Einige dieser Konferenzen greifen das Thema zum wiederholten Male auf und vertiefen die Erkenntnisse der vorangegangenen Konferenzen.


Noch nicht endgültig fest stehen Termine oder Inhalte der Kongresse der IOM (29.9. - 1.10. 2015) und des Fraunhofer IAO KAI (im Frühsommer). Wir werden rechtzeitig darauf hinweisen. Die nachfolgende Übersicht erhebt wie immer keinen Anspruch auf Vollständigkeit und erstreckt sich auf den deutschsprachigen Raum – doch mit den genannten Terminen lässt sich der Kalender bereits gut füllen.


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7 Internationale Veranstaltungen zur Arbeit der Zukunft 2015

Simone Lackerbauer

 

Konnten Sie dieses Jahr eine der 9 spannenden Veranstaltungen zur Arbeit der Zukunft 2014 besuchen? Oder waren Sie am 22. und 23. Oktober 2014  zufällig in Paris und haben dort das Symposium zur Vergangenheit und Zukunft der Arbeit an der EHESS besucht? Nein? Keine Sorge, denn 2015 können Sie auch im internationalen Raum weitere interessante Konferenzen buchen.

Die nachfolgende Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, doch mit den 7 genannten Terminen lässt sich der Kalender für 2015 bereits gut füllen. Der weiterhin steigende Bedarf an Austausch, sowohl im professionellen als auch im akademischen Raum, lässt folgende Rückschlüsse zu:


(1) Obwohl grundlegende Trends für die Arbeit der Zukunft scheinbar feststehen, herrscht Unsicherheit über deren Validität. Deshalb werden sie auf Veranstaltungen aus verschiedenen Perspektiven eingehender beleuchtet.

(2) Erkenntnisse aus der Vergangenheit der Arbeit lassen sich in vielen Fällen nicht verwenden, um Prognosen für die Zukunft aufzustellen: Die rasanten Veränderungen im Workdesign an der Schwelle vom 20. zum 21. Jahrhundert finden selten Vorläufer aus den Zeiten der 1. und 2. Industriellen Revolution.
(3) Digitale Technologien sind zentraler Gegenstand auf vielen Veranstaltungen; nicht zuletzt, weil durch die Thematisierung des Internet Medienaufmerksamkeit generiert wird. Die Fragen zur Arbeit der Zukunft drehen sich dann oftmals darum, wie diese mit dem Internet als Stützpfeiler in der Konstruktion der Arbeitswelt aussieht.

 

Im Jahr 2015 können Sie auf den folgenden Veranstaltungen mehr über die Arbeit der Zukunft erfahren:


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Populäre Kontroversen zur Arbeit der Zukunft

Stefan Birk

 

Beschäftigen Sie sich mit der „Arbeit der Zukunft“? Dann dürften Ihnen die folgenden Kontroversen wohlbekannt sein:

 

Wo und wann soll Arbeit stattfinden? Ist es besser im Büro zu arbeiten oder doch eher „Home Office“? Sind feste Arbeitszeiten die Garantie für „gute Arbeit“ oder sollte man auf Vertrauenszeiten setzen? Welche Ausstattung braucht ein Büro heute – technisch, ästhetisch, organisatorisch?

 

Wie vereinbart man Karriere und Familie? Was wird von den Betroffenen gewünscht, um beide Welten miteinander zu vereinbaren? Mehr Geld, um Haushaltsführung und Kindererziehung zu professionalisieren oder doch besser flexiblere Zeitvereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer?

 

Wie geht man mit verschiedenen Generationen im Unternehmen um? Da stellt sich zunächst natürlich die Frage: Gibt es das Problem überhaupt? Mit anderen Worten, gibt es Unterschiede zwischen den Generationen oder ist beispielsweise die Generation Y eine Erfindung von Beratern?

 

Oder vielleicht ein wenig theoretischer: Was ist gute Arbeit? Vielleicht die wichtigste Frage in diesem Zusammenhang. Also: Ist eine langfristige Festanstellung die Basis für gute Arbeit oder sind es doch eher die spannenden Projekte, die zählen? Wird die Sicherheit der Selbstverwirklichung durch Arbeit vorgezogen oder umgekehrt?

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Online-Collaboration Systeme im Vergleich

Dennis Wolfram

 

Eine der ersten Aufgaben beim Aufbau des „Instituts für Arbeitsdesign und Zukunftstechnologien“ ist es eine gemeinsame Plattform für Zusammenarbeit zu schaffen. Die Idee war, mit Hilfe einer modernen Kollaborations-Software die Arbeit in einem offenen, räumlich verteilten Team zu vereinfachen. Beteiligung sollte Spass machen und nicht von „oben“ angeordnet werden. Aufgaben und Ideen sollten aus dem Team entstehen und gemeinsam abgearbeitet werden. Weniger E-Mail-Verkehr, bessere Projektübersicht und verbesserte projektbezogene Kommunikation und intuitive Bedienung waren weitere Anforderungen an das System.


Als junger Student dachte ich mir: „Nichts leichter als das!“. Im Netz kenne ich mich schließlich aus. Nach kurzer Zeit stieß ich bereits auf eine Reihe von Kollaborations-Plattformen, darunter: Redbooth, Asana und Trello. Basecamp und Jira war dem Institut schon vor dieser Recherche bekannt und wurden dem folgenden Vergleich hinzugezogen. Doch wie soll man solche Seiten nun vergleichen? Gibt es denn schon ausführliche Erfahrungsberichte und Funktionsvergleiche?

 

Erfahrungsberichte gibt es, unzählige. Aber einen für das Institut verwertbaren, systematischen Vergleich der Funktionen gab es bisher noch nicht. Die Aufgabe lautete also: Jede Plattform und deren Applikation für mobile Endgeräte auf sämtliche Funktionen und Einzelheiten testen. Das Ergebnis unserer Arbeit kann man unten nachlesen. Wir hoffen, das dies auch dem einen oder anderen unserer Leser weiterhilft. Übrigens: Wir haben uns für Trello entschieden.

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9 spannende Veranstaltungen zur Arbeit der Zukunft 2014

Stefan Birk


Es tut sich was zum Thema Arbeit der Zukunft! Sichtbar wird der gesteigerte Gesprächsbedarf insbesondere auf Kongressen. Einige dieser Veranstaltungen, die in den letzten 2-3 Jahren zum Thema realisiert wurden, sind bereits etabliert und es haben Folgeveranstaltungen stattgefunden.


Aber auch einige etablierte Kongresse zum Beispiel in den Arbeitswissenschaften oder auch der IT haben das Thema „Arbeit der Zukunft“ zum Leitthema gemacht. Dasselbe gilt für Personalmessen oder Kongresse zum HR-Management. Unten nicht aufgeführt, aber keinesfalls zu vergessen, sind Veranstaltungen, die eigentlich anderen Zielen verpflichtet sind. Ein Beispiel ist hier der Frauen-Networking-Event „DLDWomen 2014“. Speziell in diesem Jahr ging es oft um die Frage, wie die Arbeitswelt – und der typische Arbeitstag – in Zukunft aussehen wird.

 

Ziemlich sicher sind in der Liste bei weitem nicht alle interessanten Events enthalten. Für Hinweise sind wir wie immer sehr dankbar. Hier also unser zeitlich sortierter Überblick und eine kurze Beschreibung der Ziele (direkte Zitate des jeweiligen Veranstalters).

 

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Workdesign – Dimensionen der Gestaltung von Arbeit

 Stefan Birk

 

Was meinen wir mit "Work Design" und welche Dimensionen sind zu berücksichtigen? Ein wenig "Definitionsarbeit" muß machmal sein:

 

Fünf Dimensionen des Modells

 

Physi(kali)sche Arbeitswelt: Gemeint sind hier Arbeitsplatz und Arbeitsort sowie die Arbeitszeit. Also die Dimensionen, anhand derer man die Arbeitsbedingungen in der Regel zuerst beschreibt.

Arbeitsprozesse und Arbeitstechnologien: Fast ebenso sichtbar wie die erstgenannten ist diese Dimension, da sie in heutiger Zeit viel mit Hard- und Softwareausstattung zu tun hat. Wobei anzumerken ist, dass zur Zeit nur Arbeitsprozesse hoch-standardisierter Wissensarbeit software-technisch abbildbar sind (z.B. in SAP-Prozessen). Die Arbeitsprozesse kreativer Arbeit sind sehr viel schwieriger zu gestalten und noch viel schwieriger in Systemen zu atomatisierenen.

Arbeitsinhalte: Dies ist natürlich die zentrale Dimension für alle, die kreative Wissensarbeit verrichten. Aber auch in der kreativsten Arbeitsumgebung existieren Routineaufgaben und weniger herausfordernde Aufgaben der allgemeinen Verwaltung.

Arbeitsorganisation: Diese Dimension bedeutet auf der einen Seite die Einbindung des jeweiligen Arbeiters in Hierarchie und Managementstrukturen. Es werden aber auch Fragen des Managements also der Führung von Mitarbeitern adressiert.

Arbeitskultur: Hier handelt es sich um die Tiefenstruktur, in der die Arbeit innerhalb jeder Organisation verankert ist. Ein entscheidender Bestandteil ist die Arbeitsethik, die oftmals von den Meinungsführern der Organisation vorgelebt wird.

 

Der Begriff "Workdesign"

 

„Workdesign“ ist heute nichts weiter als ein Begriffsvorschlag. Bezeichnet wird damit die bewusste, systematische Gestaltung der Arbeitswelt in Organisationen entlang dieser fünf Dimensionen. Grundsätzlich ist „Workdesign“ natürlich für alle Arten von Arbeit relevant. So werden in produzierenden Unternehmen Erkenntnisse der Arbeitswissenschaften zur Arbeitsgestaltung und Arbeitsorganisation regelmäßig in die Praxis umgesetzt.


Kreative Wissensarbeiter stehen im Fokus

 

Der Fokus unserer Initiative liegt allerdings nicht auf Fabrikarbeit oder weitgehend standardisierbarer Dienstleistungsarbeit, sondern wir interessieren uns für die kreativen Wissensarbeiter in Unternehmen und Organisationen. Diese „kreative Klasse“ ist in vielen Fällen natürlich dort zu finden, wo Produkte und Dienstleistungen konkret erbracht werden.  Auf der anderen Seite sind viele Mitarbeiter nicht in die Produktion von Gütern und Dienstleistungen direkt eingebunden, haben aber einen großen Anteil an der kreativen Leistung des Unternehmens. Unmittelbar einleuchtend ist das im Falle von Entwicklungsbereichen. Aber auch in Vertrieb, Marketing und Verwaltung werden kreative Leistungen erbracht, die den Unterschied im Wettbewerb ausmachen können. Wenn wir also von „Workdesign“ sprechen, wollen wir insbesondere die Gestaltung der Arbeitswelt der kreativen Wissensarbeiter adressieren. Die konzeptionelle Gesamtsicht des Modells oben ist ein erster Vorschlag, die heute sehr breite und zersplitterte Diskussion zu fokussieren und zu systematisieren.

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Arbeitsdesign / Work Design - Was verstehen wir darunter?

Stefan Birk


Warum sprechen wir von "Work Design" und warum ist das heute wichtig? Einige kurze Gedanken, was sich seit den Neunzigerjahren in unserer Arbeitswelt grundsätzlich geändert hat und warum uns das zum Thema "Work Design" führt.


 

ifaz Modell
ifaz Modell

 

Kleiner Mitarbeiter bei großem Konzern

Als ich 1991 meine erste Stelle als Referent in der Konzernleitung der Fried. Krupp AG in Essen angetreten habe, waren manche Dinge besonders wichtig für mich: die Aufgabe, die Kollegen, der neue Chef. Über all diese Dinge wurde ausführlich im Bewerbungsgespräch gesprochen. Damals nicht der Rede wert war wie man untergebracht war, welche Arbeitszeiten man hatte und welche (technische) Ausstattung vorhanden ist. Natürlich zählte das für den Einzelnen schon damals, allerdings wäre wohl niemand mit Karriereanspruch auf die Idee gekommen, das zum Gegenstand einer Diskussion zu machen. Das Büro war eben so wie es ist und die Arbeitszeiten im Büro festgelegt. Im Zweifel hatte man ohnehin mindestens 50 Stunden pro Woche anwesend zu sein. Die Frage nach individuellen Lösungen hinsichtlich des Arbeitsorts oder besonderer Ausstattung wäre auf größtes Unverständnis gestossen. Noch grösseres Kopfschütteln hätte die Frage nach der Arbeitsorganisation oder gar der Arbeitskultur ausgelöst. Mehr als einige Äußerungen zu Kollegialität und offizieller Hierarchie hätte man wohl nicht bekommen.

 

Die Arbeitswelt wird bunter und komplexer

Das ist heute anders. Es ist in den letzten Jahren eine Diskussion um Arbeitsort, Arbeitsplatz, Arbeitszeit, Arbeitsausstattung, die Art der vertraglichen Bindung und sogar zu Fragen der Arbeitskultur entstanden, die noch vor 20 Jahren völlig undenkbar war. Ob bei großen oder kleinen Unternehmen: immer mehr potentielle Mitarbeiter fordern Antworten, wenn es zu Fragen wie "Home Office", "Teilzeit", "BYOD" (Bring your own device), Freiberuflichkeit usw. geht. Auch wenn heute die meisten Arbeitsplätze noch aussehen wie vor 20 Jahren: die Arbeitswelt ist bunter geworden und genau das spüren Unternehmen heute, wenn sie mit potentiellen Mitarbeitern sprechen.

 

"Die Gefängnistür steht weit offen."

Man muss es nicht so drastisch ausdrücken wie Catharina Bruns in ihrem Buch "Workisnotajob". Aber eines ist gewiss: die Entwicklung wird sich kaum noch aufhalten lassen. Nicht nur, weil die technischen Hilfsmittel vorhanden sind, sondern insbesondere weil den Arbeitenden immer mehr bewusst wird, dass ihre aktuelle Arbeitswelt nicht "gottgegeben" ist (oder noch schlimmer: das Resultat eines langen Optimierungsprozesses). Sie ist nichts anderes als eine zum Industriezeitalter passende Organisation von administrativer Arbeit. Logisch, dass im Digitalen Zeitalter eine andere Art zu arbeiten nötig wird. (Wer diese Entwicklung zum Beispiel für das Thema "Arbeitsplatz" ausführlich nachlesen möchte, dem sei das Buch von Nikil Saval "Cubed - A Secret History of the Workplace" empfohlen. Saval stellt die Entwicklung des administrativen Arbeitsplatzes in den historischen Zusammenhang.)

 

Work Design = Aktive Gestaltung der Arbeit im Unternehmen

Nach vielen Jahrzehnten des Stillstands im Industriezeitalter kommt also wieder Bewegung in die Diskussion. Wir sind in einer historischen Umbruchphase, in der sich neue Ideen zu Organisation, Management und Arbeitstechnik verbinden mit den Interessen aller (Wissens-)Arbeiter. Hier kommt etwas in Gang, das einer tektonischen Verschiebung in der Arbeits- und Unternehmenswelt gleicht und weit über die Gestaltung von Büroräumlichkeiten hinausgeht. Die Unternehmen wären gut beraten, die Entwicklung nicht zu unterschätzen und sich systematisch mit den Änderungen der Arbeitswelt auseinanderzusetzen. Dabei muss klar sein: passiv auf die Änderungen zu reagieren wird nicht ausreichen. Die Unternehmen müssen die Arbeit der Zukunft aktiv mitgestalten. Das ist, was wir mit Arbeitsdesign oder neudeutsch "Work Design" meinen: Die aktive Gestaltung der Arbeitswelt im Unternehmen insgesamt und den Design der spezifischen Arbeitsbedingungen für den einzelnen Mitarbeiter.

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12 lesenswerte Studien zum Thema "Arbeit der Zukunft"

Stefan Birk


Viel wird zur Arbeit der Zukunft veröffentlicht in unseren Tagen. Und unterschiedlich sind die Interessen, die dahinterstecken! Hier einige interessante Studien von Instituten, Firmen und Beratern:

 

Da sind zum Beispiel die Unternehmensberater, die sich dem Thema annehmen. Für die "Strategen" unter ihnen ist der "War for Talents" eine strategische Herausforderung. Ihre Konzepte zur Arbeit der Zukunft sollen Unternehmen helfen, den Wettbewerb um die besten Mitarbeiter zu gewinnen. Für die eher operativ orientierten sind besonders die Veränderungen der Arbeitswelt interessant, die mit Technologie und Process Reengineering einhergehen. Aber auch Unternehmen, die reale Produkte anbieten, steigen in die Debatte ein. So erarbeiten Netzwerktechnologie-Firmen Konzepte, die die neue (hier: mobile) Arbeit der Zukunft konkreter beschreiben. Auch Softwareanbieter wie Microsoft dürfen nicht fehlen. Ebenfalls ein hohes Interesse an diesem neuen Markt haben Firmen, die Büroraum anbieten oder Büromöbel herstellen. Neben diesen interessengetriebenen Ansätzen haben jedoch auch eine Reihe von einschlägigen Forschungsinstituten Studien vorgelegt. Im Folgenden ein kleiner Überblick über 12 öffentlich zugängliche Studien bzw. Thesenpapiere, die lesenswert sind (Links zu den einzelnen Studien durch klicken der Abbildungen).

Hier nicht aufgeführte kostenpflichtige Studien (z.B. vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswissenschaft und Organisation (IAO) oder vom Zukunftsinstitut) sind für ifaz-Mitglieder als Hardcopy einsehbar.

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Wie sehen die Jobs der Zukunft aus?

Marc Nelsen


Kurzer und prägnanter Vortrag (Englisch mit deutschen Untertiteln) von Andrew McAfee von der TED Konferenz im Februar 2013, der einen Überblick zum großen Trend Automatisierung und dessen wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen gibt.


Als ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet versorgt er uns mit neuen Einsichten in die automatisierte Arbeitswelt und was dies für zukünftige Jobs heißt. Der Vortrag eignet sich gut, um sich und anderen die Umwälzungen in der zukünftiger Arbeitswelt auf plakative Weise bewußt zu machen.   

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