12 lesenswerte Studien zum Thema "Arbeit der Zukunft"

Stefan Birk


Viel wird zur Arbeit der Zukunft veröffentlicht in unseren Tagen. Und unterschiedlich sind die Interessen, die dahinterstecken! Hier einige interessante Studien von Instituten, Firmen und Beratern:

 

Da sind zum Beispiel die Unternehmensberater, die sich dem Thema annehmen. Für die "Strategen" unter ihnen ist der "War for Talents" eine strategische Herausforderung. Ihre Konzepte zur Arbeit der Zukunft sollen Unternehmen helfen, den Wettbewerb um die besten Mitarbeiter zu gewinnen. Für die eher operativ orientierten sind besonders die Veränderungen der Arbeitswelt interessant, die mit Technologie und Process Reengineering einhergehen. Aber auch Unternehmen, die reale Produkte anbieten, steigen in die Debatte ein. So erarbeiten Netzwerktechnologie-Firmen Konzepte, die die neue (hier: mobile) Arbeit der Zukunft konkreter beschreiben. Auch Softwareanbieter wie Microsoft dürfen nicht fehlen. Ebenfalls ein hohes Interesse an diesem neuen Markt haben Firmen, die Büroraum anbieten oder Büromöbel herstellen. Neben diesen interessengetriebenen Ansätzen haben jedoch auch eine Reihe von einschlägigen Forschungsinstituten Studien vorgelegt. Im Folgenden ein kleiner Überblick über 12 öffentlich zugängliche Studien bzw. Thesenpapiere, die lesenswert sind (Links zu den einzelnen Studien durch klicken der Abbildungen).

Hier nicht aufgeführte kostenpflichtige Studien (z.B. vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswissenschaft und Organisation (IAO) oder vom Zukunftsinstitut) sind für ifaz-Mitglieder als Hardcopy einsehbar.

 

Die Zukunft der Arbeitswelt

Robert Bosch Stiftung 2013, 137 Seiten

Die Robert Bosch Stiftung hat die Kommission »Zukunft der Arbeitswelt« eingesetzt, um sich dem Thema der Veränderung in der Arbeitswelt in einem umfassenden Sinn zu nähern. Dabei beschränkte man die Arbeit nicht auf eine Sicht ausschließlich im Licht der demographischen Veränderungen. Auch andere Trends wie etwa Globalisierung, gesellschaftlicher Wertewandel etc. wurden einbezogen.

Inhalt

Auf dem Weg ins Jahr 2030
Die sechs Dimensionen der Arbeitswelt: zentrale Herausforderungen
- Arbeitsmarkt: Die Fachkräfte von morgen sichern
- Unternehmen: Starre Systeme brechen – agile Systeme überleben
- Sozialpartnerschaft – Kooperation statt Konfrontation

- Bildung: Niemand darf verloren gehen
- Arbeitsrecht: Zwischen neuen Schutzaufgaben und Überfrachtungsgefahr

- Soziale Sicherung: Zwischen Umlageverfahren und Kapitaldeckung

 

IZA - Reflexionen zur Zukunft der Arbeit

Klaus F. Zimmermann (IZA) 2013, 45 Seiten

Die Erwerbsgesellschaft der Zukunft bietet neben neuen Risiken und neuer Unübersichtlichkeit vor allem vielfältige neue Chancen. In diesem Papier werden 10 Thesen formuliert, die die wesentlichen Entwicklungen der Zukunft umreißen.

Inhalt

These 1: Vom Mangel an Arbeitsplätzen zum Mangel an Arbeitskräften

These 2: Das Wachstum der Zukunft ist weiblich

These 3: Die Belegschaften werden älter - und arbeiten länger

These 4: Deutschland ist auf Zuwanderer angewiesen

These 5: Mobilität verschärft den Wettbewerb zwischen den Regionen

These 6: Wie wir morgen arbeiten: neue Formen der Beschäftigung

These 7: Was wir morgen arbeiten: neue Märkte, neue Jobs

These 8: Mehr selbständige Tätigkeiten - neue Chancen für den Mittelstand

These 9: Gute Arbeit, guter Lohn: neue Strategien sind gefragt

These 10: Innovative Beschäftigungspolitik: Bildung ist alles

 

 

Arbeitswelt 2030

Friedrich-Ebert-Stiftung 2008,  28 Seiten

Auf der Basis der Megatrends Demografischer Wandel, Organisatorische Revolution und Individualisierung/Flexibilisierung entwerfen die Autoren des Managerkreis-Thesenpapiers „Arbeitswelt 2030“ strategische Problemlösungen, die jetzt aufgegriffen, fortentwickelt und umgesetzt werden müssen. Einige Eckpunkte dafür stehen fest: Lebenslanges Lernen, Geburtenzuwachs, Gleichstellung, längere Lebensarbeitszeit, bedarfsgerechte Zuwanderung.

 

 

 


Inhalt

Kapitel 1 Der Arbeitsmarkt – ein Sorgenkind
Kapitel 2 Die Megatrends der Arbeitswelt
Kapitel 3 Der Arbeitsmarkt der Zukunft

Kapitel 4 Wachstum, Flexibilität, Qualifizierung – eine Agenda 2030 für die Arbeitswelt 



 

Quo Vadis Deutschland? Zukunft der Arbeit - Arbeit der Zukunft

Jutta Rump 2009, 29 Seiten

Die Arbeitswelt befindet sich im Umbruch – ein häufig gelesener und gehörter Satz. Die Gesellschaft, der Einzelne und die Arbeitgeber, die nachhaltig und zukunftsfähig agieren wollen, benötigen jedoch sehr genaue und dezidierte Informationen darüber, welche Entwicklungen mit welchen Konsequenzen verbunden sind. Die Veröffentlichung ist ein Versuch, sich dem Thema auf einer Zahlen, Daten, Fakten-Basis zu nähern.

 

 Inhalt

1. Trends in der Arbeitswelt (demografischer Wandel, technologische Entwicklungen, Globalisierung, Wissensgesellschaft, Frauen auf dem Vormarsch, gesellschaftlicher Wertewandel)
2. Die Konsequenzen der Megatrends
3. Die Anforderungen an den Einzelnen
4. Die Anforderungen an Arbeitgeber: das Gütesiegel
5. Die Bedeutung von Bildung (am Beispiel Schule)

Download
quo vadis deutschland_nov 2009.pdf
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Glückfaktor Arbeit

Michael Neumann / Jörg Schmidt (für: Roman Herzog Institut) 2013, 27 Seiten

Wie hängt die Lebenszufriedenheit mit der Arbeitszufriedenheit zusammen? Kann man durch Steigerung der Arbeitszufriedenheit die Lebenszufriedenheit positiv beeinflussen? Welche Faktoren sind wichtig, damit wir mit unserer Arbeit zufrieden sind? Diesen und weiteren Zusammenhängen geht die Studie nach. Die Autoren belegen empirisch, dass Arbeit an sich und ganz grundsätzlich Arbeithaben einen sehr starken, positiven Einfluss auf die Lebenszufriedenheit ausüben. Ausserdem wird untersucht, welchen positiven Einfluss Autonomie am Arbeitsplatz hat.

Inhalt

Wie glücklich sind wir – und welche Rolle spielt der Job?
Glück im Job
Berufswahl
Autonomie und (Mit-)Verantwortung
Arbeitsplatzsicherheit
Qualifikationsgerechte Aufgaben
Aufstiegserwartungen und Aufstiegsmobilität



 

Help wanted: The future of work in advanced economies

McKinsey 2012, 28 Seiten

Dieses Diskussionspapier wurde verfasst (und auf dem World Economic Forum 2012 diskutiert), um die langfristigen Probleme herauszuarbeiten, die die Jobs und die Beschäftigung von morgen beeinflussen. Die Trends, die hier beschrieben werden, verändern die Arbeit, die in Zukunft verrichtet wird, und bestimmen, welche Jobs geschaffen werden.

 

 

Inhalt
1. Technology is changing the nature of work

2. Growing mismatches between worker skills and jobs

3. Geographic mismatches between jobs and workers

4. Growing pools of untapped talent

5. Disparity in income growth

6. Business and public sector responses



 

 

From Looking Digital to Being Digital: The Impact of Technology on the Future of Work

Accenture 2014, 40 Seiten

Vor dem Hintergrund des von Accenture propagierten "Digital Enterprise" entwickeln die Autoren Thesen hinsichtlich der Arbeitspraktiken der Zukunft. Diese führen zu einer völlig neuen Beantwortung z.B. der Fragen nach Entscheidungskompetenzen (Weg von der Spitze, hin zu den Operativen vor Ort), Arbeitsstrukturierung (weniger Planung, mehr Experiment), Arbeitsplätzen (mobil, remote statt fester Arbeitsplatz) und den Anforderungen an die Arbeitenden selbst (e.g. Collaboration, Judgement).

Inhalt

Being Digital: Foreword
Executive Summary
Chapter 1: The Deep Shift
Chapter 2: Emerging Work Practices in the Digital Enterprise
Chapter 3: Choice Points on the Road to Being Digital
Chapter 4: The DNA of a Digital Enterprise



 

Work: no longer business as usual

Ernst & Young 2013, 16 Seiten

Im Herbst 2012 führte Ernst & Young LLP einen Online Survey mit 600 Angestellten in Chicago durch. Die Umfrage wurde erstellt, um die Einstellungen der Angestellten zur Arbeit und ihre Erwartungen hinsichtlich der Zukunft der Arbeit zu ermitteln. Ebenso wurde untersucht, welche Präferenzen die Angestellten hinsichtlich Techniknutzung, Arbeitsstil, Arbeitsort und Benefits haben.

 

 Inhalt / Ergebnisse

Workspaces will change.

Technology will continue to transform work.

Leaders will manage virtual workforces.

Organizations will explore new benefit packages.

Building employee loyalty will be at the forefront.

Download
E&Y 2013 Future_of_Work.pdf
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Managing tomorrows people - The future of work to 2020

PWC 2008, 32 Seiten
Studie, in der 3 Szenarien zukünftigen Arbeitens dargestellt werden.

Inhalt
2020: where three worlds co-exist

Corporate is king: welcome to the Blue World

Companies care: welcome to the Green World

Small is beautiful: welcome to the Orange World

Are you ready for tomorrow´s world?



 

 

A New Way to Work

Unify 2014, 10 Seiten

Das Papier ist das erste einer Serie, in der Unify (ehemals: Siemens) das dort gesammelte Wissen über Team Performance und das Zusammenwirken von Mensch und Technik am Arbeitsplatz zusammenträgt. Ziel ist es unter anderem Regeln für das Management zu definieren, die in die neue Arbeitswelt passen und ein höheres Engagement bei Kunden und Mitarbeitern ermöglichen.

 

 

 

Inhalt

A New Way to Work

Increasing Engagement with Key Stakeholders: Employees, Partners and Customers

The Characteristics of a Highly Engaged Enterprise




 

Future of Work

Microsoft Austria 2007, 31 Seiten

Arbeitswelten verändern sich schneller denn je – eine Vielzahl von Faktoren trägt zu diesem Wandel bei, darunter zum Beispiel: die zunehmende Internationalität der Wirtschaft; Veränderungen in den demoskopischen Grundlagen; der Einfluss neuer Managementlehren Änderungen in Führungsstrukturen. Für Fragen zur Zukunft der Arbeit initiierte Microsoft eine Interview-Serie mit namhaften österreichischen Unternehmern, Führungskräften, Vordenkern.

Inhalt

Historie der Arbeit
Arbeit morgen

Schwerpunkt: Generationen
Schwerpunkt: Mobilität
Schwerpunkt: Netzwerke




 

Work - Measuring the benefits of agility at work

Mark Dixon and David Ross (für: Regus) 2011, 24 Seiten

Dieser Report identifiziert die drei Vs, die die Benefits von "agile working" definieren:  Virtual, adVantage, Value. Jemehr das Konzept des virtuellen Arbeitsns an Bedeutung gewinnt, desto wichtiger wird die Frage, welcher Business Case für die Änderung der Arbeitswelt im Unternehmen bestehen könnte. Die Studie weist nach, dass sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer eine ganze Reihe von konkreten Vorteilen durch neue Arbeitsmethoden generiert werden können.

 

Inhalt

V is for Virtual
Collaboration
adVantage: the business Drivers that will change the way your organisation works
Value: Monetising Agility

Case Studies


  arbeitderzukunft, Arbeitsdesign, Arbeitswissenschaft, Studien