Gedanken zur Arbeitskultur (Folge 1)

Stefan Birk

 

Arbeitskultur - was für ein schillernder Begriff! Das ist kurz gesagt die Quintessenz, die sich nach einer tieferen Recherche ergibt. Soll man es aber damit bewenden lassen? Wir meinen nein, und zwar aus einem Grund, der auf der Hand liegt: die "Arbeitskultur" taucht immer häufiger in den Debatten rund um die "Arbeit der Zukunft" auf. Anlass genug, um diesem Thema etwas auf den Grund zu gehen. Und Gelegenheit für jeden Interessierten, sich via Twitter an der Diskussion zu beteiligen.

Innerhalb des Modells des Instituts für Arbeitsdesign und Zukunftstechnologien nimmt die Arbeitskultur/Arbeitsethik eine übergeordnete Position ein. Sie ist nicht einfach nur ein Element des Modells, sondern mehr der Hintergrund vor dem die Elemente "Arbeitsort", "Arbeitszeit", "Arbeitsprozesse", etc. gestaltet werden. Jede bewusste Gestaltung der verschiedenen Elemente findet also nicht im luftleeren Raum statt, sondern immer bezogen auf die herrschende Arbeitskultur.

 

Bereits in der ifaz-Studie hatten wir 2015 festgestellt: Es "... ist zu erwarten, dass das Fokusthema Arbeitskultur in den nächsten Jahren auch in der Praxis immer relevanter wird." Das ist weniger mit der Erwartung zu begründen, dass die Praktiker sich aus heiterem Himmel der Kulturtheorie zuwenden oder sich kollektiv zu Esoterikern wandeln. Es ist vielmehr so, dass man bei Einführung von neuen Arbeitsmodellen relativ schnell und sehr praktisch spürt, wo diese Arbeitsmodelle an einer überkommenen (Arbeits-)Kultur scheitern können.

 

Deshalb auch die aus unserer Sicht eminent praktische Frage: "Was ist das eigentlich: "Arbeitskultur"? Wie könnte man sie beschreiben? Und natürlich: Kann man sie beeinflussen? In unregelmäßigen Beiträgen wird deshalb in unserem Blog in den nächsten Monaten dieser "Arbeitskultur" nachgeforscht werden. Dabei lassen wir uns nicht dazu hinreissen, uns an einer allgemeingültigen Theorie zu versuchen. Vielmehr sind die Beiträge Denkanstöße, die das Thema von unterschiedlichen Seiten beleuchten sollen, um so zu einem besseren Verständnis beitragen zu können.

ifaz-Modell