Die #abschlussarbeitderzukunft mit dem IFAZ schreiben

Stefan Birk

Simone Lackerbauer


In einem Gastbeitrag Anfang September berichtete Steffen Bünau von Die Masterarbeit davon, was Gen-Y-Absolventen von potenziellen Arbeitgebern wirklich wollen, und wie das Portal der drei Gründer Studenten und Firmen über die Abschlussarbeit zusammenbringt. Zugegeben: #abschlussarbeitderzukunft ist ein recht klobiges Hashtag. Aber es passt, denn eine gelungene Abschlussarbeit kann durchaus ein Türöffner für einen guten Start in die Karriere sein. Deshalb bieten wirr pünktlich zum Start des WiSe 2015/16 Studierenden an, in diesem oder im kommenden Semester eine Abschlussarbeit zur "Arbeit der Zukunft" in Zusammenarbeit mit dem IFAZ zu schreiben. Unser Angebot wird in Kürze auch auf der Die-Masterarbeit-Website veröffentlicht; Interessierte können sich hier jetzt schon in diesem Blogpost die einzelnen Themen ansehen und uns bei Interesse direkt kontaktieren. Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten sind möglich. Eine wichtige Information vorab: Das IFAZ schreibt dazu keine Stelle aus. Unterstützt werden die Studierenden von uns wie folgt: Empfehlungen zur Definition der Forschungsfrage, Projektplan und Vorgehensweise bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit, Begleitung bei der Erstellung. Studierende haben außerdem die Möglichkeit, bei uns auf dem Blog zu veröffentlichen, unser Netzwerk (soziale Medien, Kontakte) für einen möglichen empirischen Teil der Arbeit zu nutzen, sowie an unserer zweiten Studie und an unserem "Workbook" mitzuarbeiten.

Thema 1: Welche Fähigkeiten benötigt der Wissensarbeiter der Zukunft?

 

Fächer: Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, Wirtschaftsingenieurswesen
Art der Arbeit: Theoretische Arbeit, ggf. mit Einbezug qualitativer Interviews


Themenbeschreibung: Die Arbeitswelt verändert sich und mit ihr sowohl die Firmen, als auch die Karrierewege der einzelnen so genannten „Wissensarbeiter“, und die Zahl derer, die ihr gesamtes Arbeitsleben als Festangestellte in einer Firma verbringen, sinkt. Mit der dadurch wachsenden Eigenverantwortung für die Karriere steigen scheinbar auch die Anforderungen an den Einzelnen: Neue Hard und Soft Skills werden wichtiger, insbesondere Flexibilität und lebenslanges Lernen. Doch welche Fähigkeiten sind für die Arbeitswelt der Zukunft wirklich gefragt und wie werden sie erworben? Diese Fragen soll eine Studie des IFAZ klären, zu der eine Abschlussarbeit in diesem Bereich wichtiges theoretisches und empirisches Grundlagenmaterial beisteuern kann.


Thema 2: Welche Fähigkeiten benötigt der Wissensarbeiter aus Sicht von Young Professionals?


Fächer: Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, Wirtschaftsingenieurswesen, Medienwissenschaften
Art der Arbeit: Erarbeitung eines empirischen Fragebogens für Studenteninterviews zu den Fähigkeiten der Zukunft, Durchführung der einer Umfrage und ggf. Mitarbeit an der IFAZ-Studie zu den „Fähigkeiten der Zukunft“, auf Basis von qualitativer Recherche (Theorie, aktuelle Trends).


Themenbeschreibung: Im Gegensatz zur Fragestellung des ersten Themas sollen in dieser Arbeit konkret Studenten – aktuelle und künftige „Young Professionals“ – dazu befragt werden, welche Fähigkeiten für die zukünftige Arbeitswelt benötigt werden. Dabei stützt sich die Umfrage einerseits auf die persönlichen Erfahrungen der Studenten, andererseits darauf, was ihnen seitens der Universität, der Medien oder der Unternehmen darüber vermittelt wird. Die Arbeit umfasst das Erstellen eines theoretisch fundierten Fragebogens, sowie die Durchführung einer Umfrage mit anschließender Auswertung. Die Ergebnisse fließen in die IFAZ-Studie zu den Fähigkeiten in der zukünftigen Arbeitswelt ein.


Thema 3: Arbeitskultur und neue Arbeit. Eine Bestandsaufnahme.


Fächer: Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, Organisationspsychologie, Arbeitswissenschaften, Kulturwissenschaften
Art der Arbeit: Theoretische Arbeit mit Literatur- und Onlinequellen-Recherche.


Themenbeschreibung: Die Arbeitskultur gewinnt in modernen Firmen vermehrt an Bedeutung: Arbeitgeber müssen sich zunehmend darum bemühen, Talente  zu akquirieren und zu halten, indem sie unter anderem zeitgemäße Arbeitsbedingungen schaffen, die über das Dauerthema Work-Life-Balance hinausgehen. Auch in Startups und in der Selbstständigkeit entwickeln sich verschiedene Modelle einer Arbeitskultur, die wegbereitende Signale in Richtung Arbeitswelt der Zukunft senden können. In dieser Abschlussarbeit muss zunächst der Grundstein dafür gelegt werden: Was ist unter Arbeitskultur zu verstehen? Wie ist der (aktuelle) Stand der Forschung? Wie versteht sich das Verhältnis von Arbeits- zu Unternehmenskultur? Eine Skizze der Geschichte der Arbeitskultur soll im Rahmen dieser Abschlussarbeit zusätzlich angefertigt werden. Ebenfalls soll herausgearbeitet werden, inwieweit Instrumente zur Verfügung stehen, um diese Arbeitskultur aktiv mitzugestalten.

 

Thema 4: Das demokratische Unternehmen. Theorie, Praxis, Erfahrungswerte.


Fächer: Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, Organisationspsychologie, Politikwissenschaften

Art der Arbeit: Erarbeitung eines qualitativen Umfrage- und Interviewdesigns mit Befragung von bis zu 15 Unternehmen auf Basis der Theorie zum demokratischen Unternehmen.

 

Themenbeschreibung: Mit dem Wandel der Arbeitswelt verändern sich nicht nur die Beschäftigungsverhältnisse (Startups, Selbstständigkeit), sondern auch interne Strukturen in Firmen jeder Größenordnung. Flache Hierarchien, dynamische Entscheidungsprozesse, innovative Führungsstile, offene Firmenpolitik: Die Unternehmen werden „demokratisch“. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Bild des demokratischen Unternehmens? Welche theoretischen Ansätze, praktischen Umsetzungsbeispiele und echten Erfahrungswerte gibt es dazu? Die Ergebnisse sollen in eine für 2016 angesetzte Publikation des IFAZ („Workbook") einfließen.

 

Thema 5: Design Thinking in Unternehmensberatungen. Theorie, Praxis, Erfahrungswerte.

 

Fächer: Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, (Wirtschafts)Informatik, Ingenieurswissenschaften
Art der Arbeit: Theoretische Arbeit mit qualitativem Befragungsteil (halboffene und problemzentrierte Interviews)


Themenbeschreibung: Der Harvard Business Review definiert „Design Thinking“ als „a method of meeting people’s needs and desires in a technologically feasible and strategically viable way.“ Gerade in Unternehmensberatungen wird es zunehmend wichtig, innovativ auf die Bedürfnisse der Kunden unter Berücksichtigung des technologischen und strategischen Umfelds zu reagieren. Dabei wird das Prinzip vermutlich auf unterschiedliche Art und Weise angewandt. Daraus stellen sich die Fragen: Wird Design Thinking bewusst in Unternehmensberatungsprozessen angewandt? Wie wenden Unternehmensberatungen es an und an welchen Stellen erweist es sich als positiv oder problematisch? Die Ergebnisse sollen in eine für 2016 angesetzte Publikation des IFAZ („Workbook") einfließen.

Wir freuen uns auf interessierte Studierende, die sich mit uns für diese Themen begeistern!